ich sitze in einem Café.
Es ist viel zu heiß.
Ich komme mit zwei Menschen ins Gespräch.
Wir sprechen über die Welt.
Über ihre Probleme.
Über Ungerechtigkeit.
Über Kapitalismus.
Über die Frage, die viele Menschen beschäftigt:
Wie können wir unsere Gesellschaft verändern?
Und während wir reden, wird mir bewusst:
Ich habe keine Antwort.
Ich weiß nicht, wie die Zukunft aussehen wird.
Ich weiß nicht, welches politische System das beste ist.
Ich weiß nicht, welche Wirtschaftsform am Ende funktioniert.
Aber ich glaube, ich kenne eine Kraft, die jede Gesellschaft verändern kann.
Altruismus.
Nicht als Ideologie.
Nicht als moralische Pflicht.
Sondern als gelebte Entscheidung.
Die Entscheidung, Ressourcen nicht nur für sich selbst einzusetzen.
Sondern für etwas Größeres.
Denn vielleicht beginnt Wandel nicht damit, ein System zu zerstören.
Vielleicht beginnt Wandel damit, die Energie innerhalb des Systems anders zu nutzen.
Was wäre, wenn Geld nicht das Problem ist?
Was wäre, wenn Geld einfach ein Werkzeug ist?
Ein Werkzeug, das zerstören kann.
Aber auch heilen.
Ein Werkzeug, das Macht konzentrieren kann.
Aber auch verteilen.
Ein Werkzeug, das Trennung erschaffen kann.
Aber auch Verbindung.
Wir haben gelernt, Geld zu verurteilen.
Macht zu verurteilen.
Erfolg zu verurteilen.
Doch vielleicht liegt die Lösung nicht darin, diese Dinge abzulehnen.
Vielleicht liegt die Lösung darin, sie bewusst einzusetzen.
Altruismus ist für mich die Möglichkeit, Energie in Bewegung zu bringen.
Die Möglichkeit zu spenden.
Die Möglichkeit zu teilen.
Die Möglichkeit, Verantwortung zurückzuübernehmen.
Denn dort, wo Verantwortung entsteht, entsteht Gestaltungskraft.
Und dort, wo Gestaltungskraft entsteht, wird Wandel möglich.
Viele Menschen fragen:
"Was habe ich davon?"
Eine berechtigte Frage.
Doch die Antwort ist größer, als wir denken.
Der größte Gewinn altruistischen Handelns ist nicht materieller Reichtum.
Es ist Fülle.
Eine Fülle, die entsteht, wenn wir erleben, dass unser Leben einen Beitrag leistet.
Eine Fülle, die entsteht, wenn wir sehen, dass unsere Ressourcen etwas erschaffen.
Eine Idee.
Ein Projekt.
Eine Gemeinschaft.
Eine Hoffnung.
Wir geben.
Und wir nehmen.
Wir unterstützen.
Und werden unterstützt.
Wir tragen.
Und werden getragen.
So entsteht Balance.
So entsteht Gemeinschaft.
So entsteht Leben.
Vielleicht brauchen wir nicht noch mehr Menschen, die fragen:
"Wie bekomme ich mehr?"
Vielleicht brauchen wir mehr Menschen, die fragen:
"Wie kann ich mit dem, was ich habe, etwas erschaffen?"
Denn jeder von uns besitzt Ressourcen.
Zeit.
Aufmerksamkeit.
Wissen.
Kontakte.
Geld.
Liebe.
Die Frage ist nicht, ob wir etwas geben können.
Die Frage ist, ob wir bereit sind, diese Ressourcen in den Dienst des Lebens zu stellen.
Ich glaube, dass Altruismus die Chance für Wandel ist.
Nicht weil er alle Probleme löst.
Sondern weil er den Menschen verändert.
Und wenn der Mensch sich verändert, verändert sich die Welt.
Projekt für Projekt.
Herz für Herz.
Mensch für Mensch.
Vielleicht beginnt die neue Gesellschaft nicht in Parlamenten.
Nicht in Konzernen.
Nicht in Revolutionen.
Vielleicht beginnt sie dort, wo ein Mensch beschließt, seine Ressourcen nicht länger aus Angst festzuhalten.
Sondern sie aus Liebe fließen zu lassen.
Denn Leben ist Fluss.
Und wo Liebe fließt, entsteht Wachstum.
Dort beginnt Wandel.
Und vielleicht beginnt er genau jetzt.
Lasst uns beten für einen Wandel der Macht für einen Wandel der Geldpolitik
Lasst uns beten für fülle
Lasst uns aufstehen und etwas ändern
Nicht irgendwann
Sondern JETZT
Amen
In tiefer liebe und Verbundenheit
Josef pax
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