Warum ich nach 5 Jahren suche Jesus Nachfolge

Veröffentlicht am 17. Juni 2026 um 09:37

Die Suche nach Antworten.

Neugier.

Heilung.

Und ein Schmerz, der tiefer ging, als Worte ihn beschreiben können.

Das war mein Anfang.

Ich war ein Suchender.

Ein Mensch, der gespürt hat:

Das Leben muss mehr sein als das hier.

Mehr als Gedanken.

Mehr als das Sichtbare.

Mehr als das, was uns beigebracht wurde.

Also bin ich losgezogen.

Mein Weg führte mich tief in die Welt der Spiritualität.

In die New-Age-Szene.

Energie.

Bewusstsein.

Manifestation.

Selbstheilung.

Ich habe alles aufgesogen.

Ich wollte verstehen.

Ich wollte wachsen.

Ich wollte heilen.

Und für eine Zeit fühlte es sich genau richtig an.

Ich entdeckte mein Potenzial.

Meine Kraft.

Meine Fähigkeit, Realität zu beeinflussen.

Ich manifestierte Dinge.

Erlebte Glück.

Erlebte Liebe.

Es funktionierte.

Und genau das war das Gefährliche daran.

Denn während ich dachte, ich würde mich finden, verlor ich langsam den Boden unter den Füßen.

Die Wahrheit, über die kaum jemand spricht

Die New-Age-Welt spricht viel von Licht.

Aber kaum jemand spricht darüber, was passiert, wenn du dich für Dinge öffnest, die du nicht wirklich verstehst.

Ich ging tiefer.

Und tiefer.

Und tiefer.

Mehr Kontrolle.

Mehr Energie.

Mehr „Bewusstsein“.

Die Grenzen dessen, was ich für ungefährlich hielt, verschwammen immer mehr.

Und irgendwann kippte etwas.

Was sich wie Freiheit angefühlt hatte, wurde Abhängigkeit.

Was sich wie Klarheit angefühlt hatte, wurde Verwirrung.

Was sich wie Licht angefühlt hatte, wurde Dunkelheit.

Ich geriet in einen Zustand, den ich kaum beschreiben kann.

Zwangsgedanken.

Panikattacken.

Tiefe Angst.

Isolation.

Mein Leben brach auseinander.

Menschen gingen.

Beziehungen zerbrachen.

Träume verschwanden.

Ich stand plötzlich alleine da.

Und in mir war nur noch:

Leere.

Dunkelheit.

Und der Wunsch, dass alles einfach aufhört.

Zwei Jahre lang.

Jeden Tag.

Ein innerer Kampf ums Überleben.

Aus meiner heutigen Sicht war es ein geistlicher Kampf, den ich damals nicht verstand.

Ich hatte mich verirrt.

Und etwas in mir war zerbrochen.

Alles, was ich mir über Jahre aufgebaut hatte, schien mir genommen worden zu sein.

Die Begegnung, die alles veränderte

Und dann, als nichts mehr ging.

Genau dort, wo alles vorbei schien.

Dort, wo ich nicht mehr leben wollte.

Dort tauchte etwas in mir auf.

Ganz leise.

Eine Frage:

Was, wenn ich mich geirrt habe?

Was, wenn Jesus Christus mehr ist als das, was ich dachte?

Ich wollte das lange nicht zulassen.

Ich hatte nichts mit Religion zu tun.

Ich wollte keinen Gott, der kontrolliert.

Keine Kirche, die mir sagt, wie ich zu leben habe.

Ich wollte frei sein.

Und trotzdem begann ich, mich ihm zuzuwenden.

Nicht laut.

Nicht perfekt.

Sondern ehrlich.

Und ich habe etwas erlebt.

Etwas, das ich bis heute nicht anders beschreiben kann.

Ich fühlte mich gesehen.

Getragen.

Gehalten.

Zum ersten Mal hatte ich nicht das Gefühl, mich selbst retten zu müssen.

Da war jemand, der mich kannte  und geblieben ist.

Gott oder Religion?

Das hier ist mir wichtig:

Das, was ich erlebt habe, hat nichts mit Religion im klassischen Sinne zu tun.

Nicht mit Regeln.

Nicht mit Dogmen.

Nicht mit Angst.

Ich habe lange geglaubt, Gott würde Freiheit einschränken.

Doch das Gegenteil war wahr.

Ich habe Freiheit gefunden.

Nicht in einem System.

Sondern in einer Beziehung.

Wer Jesus für mich heute ist

Für mich ist Jesus heute nicht:

• eine Idee

• eine Moralvorstellung

• eine religiöse Pflicht

Er ist:

  • Beziehung

  • Wahrheit

  • Liebe

Nicht jemand, der mich zwingt.

Sondern jemand, der mich kennt und bleibt.

Was Nachfolge für mich wirklich bedeutet

Nachfolge bedeutet für mich heute nicht, perfekt zu sein.

Sondern ehrlich.

Es bedeutet nicht, niemals zu fallen.

Sondern immer wieder aufzustehen.

Es bedeutet nicht, alle Antworten zu haben.

Sondern dem zu vertrauen, der größer ist als meine Fragen.

Früher glaubte ich, Freiheit bedeutet, selbst der Herr meines Lebens zu sein.

Heute glaube ich, dass wahre Freiheit dort beginnt, wo ich nicht mehr alles kontrollieren muss.

Ich habe erlebt, wie sehr die Suche nach Macht, Kontrolle und Selbstoptimierung einen Menschen von sich selbst entfernen kann.

Immer höher.

Immer mehr.

Immer weiter.

Doch irgendwann bleibt nur die Erkenntnis:

Kein Wissen der Welt konnte mein gebrochenes Herz heilen.

Keine Technik.

Keine Manifestation.

Keine Methode.

Denn das, wonach ich mich in Wahrheit sehnte, war nicht mehr Macht.

Sondern Liebe.

Nicht mehr Kontrolle.

Sondern Frieden.

Nicht mehr Erleuchtung.

Sondern Heimat.

Radikal ehrlich zu werden bedeutet:

• nicht mehr vor sich selbst wegzulaufen

• sich den eigenen Schatten zu stellen

• die eigenen Wunden wirklich anzusehen

Es bedeutet, Masken loszulassen.

Es bedeutet, das Bild von sich selbst sterben zu lassen, damit etwas Echtes geboren werden kann.

Warum ich Jesus heute nachfolge

Ich behaupte nicht, alles verstanden zu haben.

Ich bin noch immer auf dem Weg.

Ich habe noch immer Fragen.

Ich kenne noch immer Zweifel.

Ich gehe noch immer durch schwere Zeiten.

Aber ich gehe nicht mehr alleine.

Und das verändert alles.

Wenn mich heute jemand fragt, warum ich Jesus nachfolge, dann lautet meine Antwort:

Nicht weil ich religiös geworden bin.

Nicht weil ich einer Kirche beigetreten bin.

Nicht weil ich Angst vor der Hölle habe.

Sondern weil ich in meiner dunkelsten Stunde jemandem begegnet bin, der mich nicht verlassen hat.

Jemandem, der blieb, als alles andere zerbrochen war.

Jemandem, der mich nicht aufgrund meiner Leistung liebte, sondern trotz meiner Zerbrochenheit.

Ich habe überall nach Antworten gesucht.

In mir.

In Konzepten.

In Methoden.

In der Welt.

Doch die tiefste Antwort war keine Idee.

Sondern eine Begegnung.

Und vielleicht liest du diese Zeilen gerade, weil auch du suchst.

Vielleicht hast du vieles ausprobiert.

Vielleicht bist du müde geworden.

Vielleicht trägst du Fragen in dir, auf die niemand eine Antwort hat.

Dann möchte ich dir nur eines sagen:

Trau dich, Jesus selbst kennenzulernen.

Nicht die Vorstellungen anderer über ihn.

Nicht die Verletzungen, die Menschen im Namen von Religion verursacht haben.

Sondern ihn.

Denn manchmal beginnt ein neues Leben genau dort, wo wir erkennen, dass wir uns nicht selbst retten müssen.

in Liebe und verbundenheit 

Josef Pax :) 

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