Lasst uns in den Krieg ziehen

Veröffentlicht am 11. Juni 2026 um 22:41

Lasst uns in den Krieg ziehen

Ja, du hast richtig gelesen.

Lasst uns in den Krieg ziehen.

Doch nicht mit Waffen.
Nicht mit Hass.
Nicht mit Gewalt.

Lasst uns in den Krieg ziehen gegen all das, was diese Welt zerstört.

Gegen Gleichgültigkeit.
Gegen Egoismus.
Gegen Angst.
Gegen die Stimmen, die uns einreden wollen, dass wir getrennt voneinander sind.

Denn wenn wir ehrlich sind, tragen wir diesen Krieg bereits in uns.

Wir kämpfen gegen unsere Vergangenheit.
Gegen unsere Verletzungen.
Gegen unsere Scham.
Gegen die Dunkelheit, die uns einreden will, dass wir nicht liebenswert sind.

Jeder Mensch kennt diesen Kampf.

Den Kampf zwischen Liebe und Angst.
Zwischen Vertrauen und Kontrolle.
Zwischen dem Ruf des Herzens und den Mauern, die wir um dieses Herz gebaut haben.

Und vielleicht liegt genau hier das größte Missverständnis unserer Zeit:

Wir glauben, der Feind sei dort draußen.

Dabei beginnt jeder Krieg zuerst im Inneren.

Die Welt wird nicht durch Waffen zerstört.

Sie wird zerstört durch ungeheilte Herzen.

Durch Menschen, die ihren Schmerz nicht fühlen wollen und ihn deshalb weitergeben.

Durch Menschen, die ihre Wunden nicht anschauen und deshalb andere verletzen.

Durch Menschen, die nach Macht greifen, weil sie den Kontakt zu ihrer eigenen Liebe verloren haben.

Doch was wäre, wenn Schmerz nicht unser Feind ist?

Was wäre, wenn Schmerz ein Tor ist?

Ein Tor zu uns selbst.

Ein Tor zu den Wunden, die gesehen werden wollen.

Ein Tor zu jener Freiheit, die erst entsteht, wenn wir aufhören wegzulaufen.

Die meisten Menschen verbringen ihr Leben damit, dem Schmerz zu entkommen.

Sie betäuben ihn.
Verdrängen ihn.
Kämpfen gegen ihn.

Doch Heilung beginnt dort, wo Flucht endet.

Dort, wo wir den Mut finden, sitzen zu bleiben.

Zu fühlen.

Zu weinen.

Zu vergeben.

Zu lieben.

Und genau hier begegnen wir einem Mann, der diesen Weg vollkommen verkörpert hat.

Jesus.

Nicht der religiöse Jesus, der benutzt wird, um Menschen Angst zu machen.

Sondern der Jesus der Liebe.

Der Jesus, der seine Feinde liebte.

Der Jesus, der Vergebung predigte, als andere Vergeltung forderten.

Der Jesus, der selbst am Kreuz noch sagte:

„Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“

Was für eine Kraft muss in einem Menschen leben, um so zu lieben?

Während die Welt nach Schwertern griff, griff er nach Liebe.

Während die Welt Krieg führte, brachte er Frieden.

Während die Welt verurteilte, vergab er.

Vielleicht ist genau das die Revolution, die unsere Welt heute braucht.

Nicht mehr Gewalt.

Nicht mehr Hass.

Nicht mehr Trennung.

Sondern Menschen, die den Mut haben, anders zu sein.

Menschen, die lieben, wo andere hassen.

Menschen, die vergeben, wo andere vergelten.

Menschen, die Brücken bauen, wo andere Mauern errichten.

Menschen, die bereit sind, ihren eigenen Schatten zu begegnen, damit sie ihn nicht länger auf andere projizieren müssen.

Lasst uns also in den Krieg ziehen.

Mit Frieden als Waffe.

Mit Mitgefühl als Schild.

Mit Wahrheit als Kompass.

Mit Liebe als stärkste Kraft, die diese Welt je gesehen hat.

Denn am Ende wird nicht der Hass siegen.

Nicht die Angst.

Nicht die Dunkelheit.

Am Ende wird das Licht gewinnen.

Und dieses Licht beginnt nicht irgendwo dort draußen.

Es beginnt in dir.

Es beginnt in mir.

Es beginnt in jedem Menschen, der den Mut hat, sein Herz zu öffnen.

Der wahre Krieger unserer Zeit ist nicht derjenige, der andere besiegt.

Sondern derjenige, der die Dunkelheit in sich selbst in Liebe verwandelt.

Lasst uns in diesen Krieg ziehen.

Nicht um Menschen zu bekämpfen.

Sondern um sie daran zu erinnern, wer sie wirklich sind.

Geliebte Kinder Gottes.

Träger des Lichts.

Botschafter des Friedens.

Und vielleicht beginnt genau so der Himmel auf Erden.

Krieg kann nicht mit Krieg bekämpft werden. 

in Frieden und Verbundenheit 

Josef Pax 

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